Sie kann zum einen durch einen Hirninfarkt (=cerebrale Ischämie) verursacht werden, bei dem es zu einer verminderten Durchblutung einzelner Gehirnregionen kommt. Zum anderen kann auch eine Einblutung in das Gehirn vorliegen.
Ein Schlaganfall führt zu einer plötzlichen („schlagartigen“) Entwicklung neurologischer Ausfallsymptome, wie z.B. Lähmungen, Sprachstörung, Sehstörungen, Bewusstseinsstörungen oder Störungen der Sensibilität und Koordination.
Ein Schlaganfall ist ein medizinischer Notfall und sollte in einer Klinik behandelt werden.
Wichtig ist eine Abklärung der Ursache des Schlaganfalls.
Nach einem Schlaganfall ist zumeist eine neurologische Weiterbehandlung nötig. Hierbei erfolgen regelmäßige Überprüfungen der Medikamente, der Risikofaktoren für einen Schlaganfall sowie die Verordnung von nötigen unterstützenden Therapien, wie Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie.
Diese können sich beispielsweise als anfallsartiges Muskelzucken, Kribbeln oder kleine Bewusstseinspausen äußern bis hin zum Bewusstseinsverlust, heftigen unkontrollierbaren Zuckungen oder Verkrampfungen aller Extremitäten.
Die Ursachen für eine Epilepsie können sehr vielfältig sein, daher ist insbesondere beim erstmaligen Auftreten eines epileptischen Anfalles eine ausführliche diagnostische Abklärung nötig. Danach kann dann entschieden werden, ob eine langfristige Behandlung erforderlich ist und wie diese erfolgen sollte.
Eine längerfristige Therapie sollte regelmäßig neurologisch auf Wirksamkeit und Verträglichkeit überprüft werden.
bei der es zur Verlangsamung von Bewegungen oder verminderter Beweglichkeit (=Hypokinese) kommt. In der Regel geht dies auch mit einem Steifigkeitsgefühl der Muskulatur (=Rigor) einher. Bei einem Teil der Patienten kommt es außerdem zu einem Ruhezittern (=Ruhetremor). Die Symptomatik beginnt oftmals halbseitig betont und kann sich im Weiteren auf die andere Körperseite ausbreiten.
Im Verlauf der Erkrankung können weitere Symptome wie Gangunsicherheit mit Sturzgefahr, Inkontinenz, Schluckstörungen, nachlassende geistige Leistungsfähigkeit auftreten. Ursache der Parkinson-Krankheit ist der allmähliche Verlust von bestimmten Nervenzellen im Gehirn, die Dopamin produzieren. Dopamin ist ein Botenstoff, der im Körper bei verschiedenen Aufgaben wichtig ist, so z.B. bei der Planung von Bewegungen, im Belohnungssystem und bei der Schmerzverarbeitung.
Die Parkinson-Krankheit lässt sich heute in der Regel über längere Zeit gut medikamentös behandeln. Es existieren aber auch verschiedene „atypische“ und „symptomatische“ Parkinson-Syndrome. Dies sind Erkrankungen, die eine andere Ursache, einen anderen Krankheitsverlauf und andere Behandlungsmöglichkeiten haben als die der Parkinson-Krankheit.Deshalb ist bei der Diagnosestellung der Erkrankung eine zumindest einmalige Bildgebung des Gehirns zur Diagnostik. Dringend angeraten ist eine rechtzeitige Klärung der rechtlichen Nachfolge zu organisieren (Vorsorgevollmacht / Betreuungsverfügung, Patientenverfügung).
Die häufigste Form ist die Alzheimer-Demenz (ca. 60% der Fälle), an zweiter Stelle folgen Demenz-Formen auf dem Boden von Hirndurchblutungsstörungen (sog. vaskuläre Demenz) sowie seltenere Demenzformen (z.B. Lewy-Körperchen-Demenz, Frontotemporale Demenz oder nach Schädel-Hirn-Verletzungen). Typisch für eine Alzheimer-Demenz ist die Schwierigkeit, neue Gedächtnisinhalte zu speichern, damit verbunden kommt es zu Problemen, komplexere Sachverhalte zu erkennen oder auszuführen. Im Verlauf der Erkrankung kommt es zu Verhaltensauffälligkeiten, Einschränkungen der Sprachfähigkeit bis hin zum Sprachverlust und häufig zu Störungen des Tag-Nach-Rhythmus.
Bei der vaskulären Demenz kommt es häufig zu einer plötzlichen, stufenweisen Verschlechterung der geistigen Leistungsfähigkeit und zu starken Schwankungen hinsichtlich der Symptome, teilweise innerhalb eines Tages.
So können sich Zustände von starker Verwirrtheit mit Momenten deutlicher geistiger Klarheit abwechseln. Die Diagnostik besteht aus der einer ausführlichen Erhebung der medizinischen Vorgeschichte, dabei ist es immer sehr hilfreich, eine Bezugsperson aus dem persönlichen Umfeld dabei zu haben zur Beschreibung der Einschränkungen, die dem Betroffenen selbst nicht so sehr bewusst sind. Es erfolgt zudem eine neuropsychologische Testung, in vielen Fällen ist auch die einmalige Durchführung einer Bildgebung des Gehirns sinnvoll, um behandelbare organische Ursachen einer verminderten geistigen Leistungsfähigkeit nicht zu übersehen (z.B. Hirntumor, Abflussstörung des Nervenwassers). Dringend angeraten ist, zu einem möglichst frühen Zeitpunkt der Erkrankung eine Klärung der rechtlichen Nachfolge zu organisieren (Vorsorgevollmacht / Betreuungsverfügung, Patientenverfügung).
Sie kann sehr unterschiedlich verlaufen, beispielsweise schubförmig mit beschwerdefreien Phasen oder langsam fortschreitend. Symptome können Gefühlsstörungen oder Lähmungen der Extremitäten, Sehstörungen schnelle Erschöpfung und Müdigkeit, Störungen der Blasenentleerung oder Konzentrationsstörungen sein.
Die Erkrankung lässt sich nicht heilen, aber inzwischen gut behandeln. Ziel der Behandlung ist es, Krankheitsschübe in ihrer Häufigkeit und Stärke abzumildern und den Eintritt einer möglichen Behinderung zu verzögern.
In der Diagnosestellung und Abgrenzung zu anderen Erkrankungen ist die Bildgebung von Gehirn und Rückenmark, die Nervenleitgeschwindigkeitsmessung und die Liquordiagnostik („Nervenwasseruntersuchung“) von großer Bedeutung.
Die Erkrankung kann die Nervenfasern oder die Isolationsschicht der motorischen, sensiblen oder vegetativen Nerven schädigen. Dadurch kann es zu Taubheitsgefühl, Missempfindungen oder Schmerzen in den Füßen und/oder Händen kommen verbunden mit Gangunsicherheit und Koordinationsstörungen.
Häufigste Ursachen sind Diabetes mellitus, Alkoholmissbrauch, Medikamente, Nierenerkrankungen, Vitamin-Mangelzustände, selten auch Infektionen, Autoimmunerkrankungen (Erkrankungen, deren Ursache in einer Fehlsteuerung des körpereigenen Abwehrsystems liegen) oder erbliche Ursachen. Eine Abklärung erfolgt über entsprechende Blutuntersuchungen sowie Nervenleitgeschwindigkeitsmessungen.
Typische Beispiele sind das Karpaltunnelsyndrom (Druckschädigung eines Nerven am Handgelenk), das Sulcusulnaris-Syndrom (Druckschädigung eines Nerven am Ellbogen), die Peronaeuslähmung (Schädigung eines Nerven im Bereich der Kniekehle), die Fallhand (Schädigung eines Nerven im Bereich des Oberarmes), die Fazialisparese („Gesichtslähmung“), die neuralgische Schultermyatrophie (schmerzhafte Schädigung eines Nerven im Bereich der Schulter) und andere.
Entscheidend für die Einleitung der geeigneten Therapie und Abschätzung der Heilungsprognose sind die Klärung der Ursache für die Schädigung. Daher gehören Blutuntersuchungen, Nervenleitgeschwindigkeitsmessungen und ggf. Bildgebung betroffener Körperregionen zum diagnostischen Maßnahmenkatalog.
wie z.B. Spannungskopfschmerz, Migräne, Trigeminus-Neuralgie, Cluster-Kopfschmerz oder durch Medikamente ausgelöster Kopfschmerz; auch eine Kombination verschiedener Kopfschmerzarten ist möglich.
Für die meisten Kopfschmerzarten gibt es keine greifbare Ursache, daher ist das Ziel die Schmerzlinderung und Schmerzvorbeugung, das Vermeiden von auslösenden Faktoren und die Verhinderung einer Chronifizierung der Kopfschmerzen.
Wichtig ist es, keine Erkrankung zu übersehen, bei der der Kopfschmerz eine Begleiterscheinung ist, und eine ursächliche Behandlung der Erkrankung auch die Kopfschmerzen beheben kann.
Daher ist oft eine einmalige Bildgebung des Schädels sinnvoll.
die ihren Ursprung in der Störung der Muskelfunktion, in der Nervenzuleitung zum Muskel oder der Signalübertragung vom Nerv auf den dazugehörigen Muskel haben. Symptome können eine allgemeine Muskelschwäche bis hin zu Lähmungen und/oder Muskelschwund sowie Störungen der Muskelaktivität (z.B. sichtbare Verkrampfungen) sein.
Prinzipiell können alle Muskeln des Körpers betroffen sein. Ursachen können Entzündungen in Muskeln oder Nerven sein, erbliche Erkrankungen der Muskulatur oder der Nerven, Medikamente oder Autoimmunerkrankungen, die die Signalübertragung des Nerven auf den Muskel stören.
Dazu gehört der Schwindel im eigentlichen Sinne, der durch eine Schädigung des Gleichgewichtsorgans im Innenohr, durch Schädigung des Gleichgewichtsnerven oder durch Schädigungen im Bereich des Kleinhirns bedingt sein kann. Dieser geht oft mit Gangunsicherheit und Übelkeit einher.
Viele andere Beschwerden werden von Patienten aber ebenfalls als „Schwindel“ beschrieben und empfunden, dazu gehören ein „komisches Gefühl im Kopf“, unsicheres Gehen oder das Gefühl, ohnmächtig zu werden.
Oft besteht im Alter eine sogenannte „multifaktorelle Gangstörung“, die vom Patienten als Schwindel beschrieben wird.
Dabei liegt nicht DIE EINE Schwindelursache vor, sondern eine Kombination von Beschwerden, die zusammen genommen zu einem unangenehmen Unsicherheitsgefühl des Betroffenen führt: Einschränkungen des Sehens (z.B. Star-Erkrankung), eingeschränkte Beweglichkeit und Stabilität der Gelenke (z.B. Arthrose), Abnutzungserscheinungen der Wirbelsäule und möglicherweise Engstellen (z.B. Spinalkanalstenose), abgelaufene Durchblutungsstörungen im Gehirn oder Medikamentennebenwirkungen, die die Kreislaufregulation. Hier besteht die Aufgabe, mögliche behebbare Ursachen für Schwindel zu erkennen und zu behandeln.